Albert Scopin

Arbeiten in Asphalt

Kooperation mit der puren materiellen Präsenz des Werkstoffes Asphalt

Albert Scopins künstlerischer Lebensweg beginnt Ende der 60er Jahre mit der Fotografie, wird erweitert von der Filmemacherei und findet dann über gut 20 Jahre in gezeichneten und gemalten "Psychogrammen" bis ins Jahr 2010 ein vorläufiges Zuhause. Ab 2012 widmet er sich vorrangig großformatigen Arbeiten aus Asphalt auf Holzplatten, die das Kunsttage-Team bei der art KARLSRUHE 2018 visuell und olfaktorisch in ihren Bann zogen.

Scopin malt nicht, er kooperiert mit dem Asphalt. Anders als in seiner alltäglichen Nutzung im Straßenbau darf der Asphalt bei Scopin zu seiner puren materiellen Präsenz finden. Gegossene und auf Holzträger verteilte Masse, aufregende, schartig ausgehärtete Oberflächen, die das Licht in unzähligen Brechungen variierend reflektiert. Wir schauen ins Gesicht von 2,50 Meter hohen Bildern. Und die Asphaltbilder schauen zurück – wie alle guten Bilder.

(textlicher Auszug aus "Die Welt des Albert Scopin", Valeska v. Roques, Künstlerwebsite)

Ausstellungsort während der Kunsttage 2020: Weingut Richard Richter

Vita

scopin.info
1943 geboren in Freiburg i. Breisgau
1967-69 Studium an der Staatslehranstalt für Fotografie München
1969-74 Umsiedlung nach New York, Assistenz bei den Fotografen Mikel Avedon und Bill King, div. Dokumentarfilmtätigkeiten, Fotografie
1980 Zeichenarbeiten, Psychogramme
1983-88 Dozent an der Fachhochschule für Gestaltung in Darmstadt
seit 1990 Entscheidung für ein freies, künstlerisches Schaffen
2004-10 Umsiedlung nach Riehen (CH), Stiftungsgründung (Drogenprävention, Werkraum Schöpflin)
seit 2012 Arbeiten mit Asphalt