Ulrich Haug

Schichten aus Wachs und Beton

Von der Art Karlsruhe zu den Winninger Kunsttagen

Ungewöhnlich ist schon das Material, das Haug als das seinem künstlerischen Impetus entsprechendste entdeckt hat: Wachs. Wohl wurde Wachs bereits in der Antike künstlerisch genutzt und besonders seit Beginn der Neuzeit für plastische Studien eingesetzt. Doch bis zur zeitgenössischen Kunst bleibt es als tragendes Material der künstlerischen Aussage die Ausnahme, gewinnt dann aber, nicht zuletzt und vor allem bei Beuys, eine tiefe symbolische Dimension. Insofern beschreitet Ulrich Haug zwar einerseits einen sehr eigenen Weg, reiht sich aber dennoch in eine prominente Tradition. Seine Wandobjekte vermögen - oft im Stile feiner musikalischer Variationen seriell – symbolische Vielschichtigkeit, historische und biologische Dimensionen, die Grade der Diaphanie zwischen opak und transparent, aber auch die natürlichen und technischen Entstehungs- und Verarbeitungsvarianten des Materials kongenial auszuloten und zu sensiblen Sinn-Bildern zu werden. (Auszug, Reaktion: Thomas Becker, Kunsthistoriker Reutlingen)

Ausstellungsort während der Kunsttage 2018: Vinothek im Winninger Spital

Vita

ulrichhaug.de
1972 in Fluorn geboren
1992-96 Studium der Sonderpädagogik mit Hauptfach Kunst an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg und an der Universität Tübingen, Kunststudium bei: Prof. Fritz Straßner, Prof. Hermann Burkhardt, Prof. Christian Kattenstroth, Frido Hohberger
1994-96 Studium Generale am Zeicheninstitut Tübingen, bei: Frido Hohberger, und Jürgen Klugmann
seit 1997 Lehrtätigkeit an verschiedenen Schulen für geistig Behinderte
seit 1999 Lehrtätigkeit am Staatlichen Seminar für Schulpädagogik Stuttgart. Lehr- und Praxisveranstaltungen in den Bereichen: elementare Gestaltungstechniken, Malerei, Drucken, Plastik
2002 Europäische Kunstakademie Trier, Seminare bei Walter Henn und Sabine Laidig
  lebt in Waiblingen, Baden-Württemberg